Einsätze
Explosionsgefahr nach Güterzug-Kollision in Bleicherode Ost
Bleicherode. Im Bahnhof in Bleicherode-Ost sind nach ersten Informationen der Nordhäuser Polizei zwei Güterzüge kollidiert. Ein Güterzug soll dabei in Brand geraten sein. Beide Lokführer sollen verletzt sein, einer ist offenbar noch eingeklemmt. Es besteht extreme Explosionsgefahr, nach Auskunft von Polizeisprecher Thomas Soszynski mussten Anwohner in Bleicherode-Ost ihre Wohnungen verlassen. Ein Großaufgebot an Rettungskräften ist im Einsatz.
Susanne Bernstein / 21.09.11 / TA
Explosion nach Zugunglück in Bleicherode
Wie unsere Zeitung erfuhr, ereignete sich in Bleicherode am Mittwochabend ein schweres Zugunglück. Ein Tankwagenzug ist gegen 21 Uhr im Bereich des Bahnhofes Bleicherode-Ost aus bisher ungeklärter Ursache auf einen stehenden Güterzug aufgefahren. Daraufhin ereignete sich eine Explosion.
Bleicherode. Zwei mit Benzin befüllte Waggons gerieten in Brand. Ein weiterer Kessel löste sich in dem vorausfahrenden Zug vom Fahrgestell und ist auf das Nebengleis gefallen. Es wird vermutet, dass dieser Kessel leck geschlagen ist und ausläuft, sagte ein Polizeisprecher.
Ein Lokführer des auffahrenden Zuges wurde leicht verletzt, der zweite wurde nach über einer Stunde unversehrt aus der Lok gerettet. Bis dato war unklar, ob der Mann in der brennenden Lok überhaupt noch am Leben war. Vor Ort ist ein Großaufgebot von Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis. Augenzeugen berichten von über 100 Einsatzkräften. Die Feuerwehr hat damit begonnen, die brennenden Kesselwagen mit Schaum zu bespritzen und die daneben stehenden zu kühlen. Aufgrund akuter Explosionsgefahr mussten die Anwohner in Bleicherode-Ost evakuiert werden. Ein Teil von ihnen sei bei Verwandten untergekommen, sagte ein Polizeisprecher. Für die übrigen wurden erst einmal beheizte Rettungszelte aufgestellt. Für die Nacht werden Notunterkünfte vorbereitet. Wann die evakuierten Einwohner wieder in ihre Häuser zurückkehren können, war vorerst unklar.
22.09.11 Susanne Bernstein und Kai Mudra / 21.09.11 / tag
Aufräumarbeiten nach Zugunglück in Bleicherode haben begonnen
Im Bahnhof Bleicherode-Ost waren am Mittwochabend fünf Kesselwagen entgleist. Die Bahn will sie am heutigen Freitag bergen. Die Strecke bleibt aber länger gesperrt. Nach dem Zusammenprall zweier Güterzüge in Bleicherode brannten Kesselwagen voller Benzin. Ein Lokführer wurde leicht verletzt. 50 Anwohner wurden evakuiert. Strecke bleibt für mehrere Tage gesperrt. Unglücksursache ist noch unklar.
Bleicherode. "Wir schauten fern, als es zwanzig nach acht plötzlich rumste", sagt Burkhard Köhn. Er wohnt nur 150 Meter hinter dem Bahnhof in Bleicherode-Ost. "Erst dachte ich, ein Lkw ist ins Haus gefahren; aber dieses Geräusch kam ja von der anderen Seite", erzählt seine 58-jährige Frau. Nach einem Blick aus dem Fenster auf riesige Flammen wählte sie die 110.
Ein Gefahrgutzug war auf einen stehenden oder langsam rollenden Zug mit Kesselwagen voller Benzin gefahren. Dabei gingen die letzten beiden Waggons sofort in Flammen auf, auch die Lok des Gefahrgutzugs fing Feuer. Sie glüht binnen weniger Stunden im vorderen Teil vollständig aus. Weil der Lokführer glücklicherweise im hinteren Teil gewesen ist, muss er nur leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Der Lokführer des Kesselwagenzuges erleidet einen Schock.
150 Kameraden der freiwilligen Feuerwehren aus Bleicherode, Niedersachswerfen, Ellrich, Lipprechterode, Obergebra und Niedergebra, von der Nordhäuser Berufsfeuerwehr sowie vom Gefahrgutzug kämpfen gegen das Feuer und gegen die Gefahr von Explosionen. Die Hitze lässt sie anfangs nur langsam an den Unglücksort herankommen. Nach drei Stunden ist der Brand gelöscht, doch erst in den frühen Morgenstunden ist die Gefahr neu aufkommender Brände tatsächlich gebannt. Aus den brennenden Kesselwagen soll ein Teil des Benzins ausgelaufen sein. Doch nicht nur deshalb droht Stunden nach der Kollision eine Umweltkatastrophe.
Durch die Wucht des Aufpralls stürzte ein Behälter des auffahrenden Zugs auf das Nachbargleis. Auch dieser Kessel mit 36 000 Litern eines ätzenden Lösungsmittels schlug leck. Die Feuerwehrleute tun ihr Bestmögliches, um die Chemikalie aufzufangen. Sämtliche Häuser im Umfeld sind verlassen. 50 Anwohner von Bleicherode-Ost sind von der Evakuierung betroffen. Mit nichts als den wichtigsten Ausweisen in einer Gürteltasche und hastig übergezogenen Fleecejacken warten und bangen die Köhns mit einigen anderen stundenlang auf dem Platz gegenüber dem Kaliwerk in einem warmen Bus.
Später können 30 Anwohner die Nacht im "Berliner Hof" oder in der Pension "Schachtblick" verbringen, die anderen kommen bei Verwandten oder Bekannten unter. Die Evakuierung gilt auch gestern denn vor einer Rückkehr der Anwohner sollen das Benzin aus den fünf entgleisten Kesselwagen und die ätzende Chemikalie des abgestürzten Behälters abgepumpt sein.
Am Vormittag kommt es zu Verzögerungen: Der leere Kesselwagenzug darf nicht an die Unglücksstelle fahren, weil die Fußgängerunterführung bis zu 30 Zentimeter mit der Chemikalie vollgelaufen ist, man nicht riskieren will, dass ein Funke der Diesellok eine weitere Katastrophe auslöst. Die Deutsche Bahn wollte bis gestern Abend das Abpumpen erledigt haben, um anschließend bis heute Vormittag die verunglückten Züge bergen zu können. Außerdem steht schon jetzt fest, dass auf einer Länge von 100 Metern verseuchtes Erdreich ausgebaggert werden muss. "In relativ großer Tiefe", deutet die Konzernsprecherin Änne Kliem an.
Erst danach können die Bauarbeiten beginnen: Auf einem halben Kilometer sind 500 Schwellen zu ersetzen, auf 600 Metern sind die Oberleitungen beschädigt. "Der Streckenabschnitt Wolkramshausen-Sollstedt wird mehrere Tage nicht befahrbar sein", sagt Kliem. Pilger nach Etzelsbach, die auf die Bahn angewiesen sind, müssen zwischen Wolkramshausen und Sollstedt Schienenersatzverkehr nutzen. Von 6 bis 24 Uhr garantieren heute zehn Busse einen regelmäßigen Pendelverkehr auf dem 17 Kilometer langen Abschnitt. Zwischen Sollstedt und Leinefelde soll es einen stündlichen Shuttle-Verkehr per Bahn geben. Der Bundespolizei-Sprecher Torsten Henkel betont, dass die Unfallursache völlig unklar ist. Wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt seine Behörde gemeinsam mit dem Eisenbahnbundesamt.
Die Güterzüge gehören laut deutscher Bahn dem Privatunternehmen "Rail4Chem", das sich jedoch zu dem Unglück nicht äußern wollte. Die Weichen am Bahnhof Bleicherode-Ost werden mechanisch umgestellt. Erst 2017 soll der Abschnitt an das elektronische Stellwerk in Leinefelde angeschlossen werden.
Kristin Müller / 23.09.11 / TA
Dank an die beim Bahnunfall am 21.09.2011 eingesetzten Kräfte
Am Mittwoch, dem 21.09.2011, kam es gegen 20.25 Uhr im Bahnhof Bleicherode Ost zu einem folgenschweren Zugunglück. Ein Güterzug fuhr auf einen Zug mit Kesselwagen auf, die Benzin geladen hatten. In Folge der Kollision gerieten zwei Kesselwagen und eine Lokomotive in Brand. Im Bereich der Bahnsteige stürzte ein Tankcontainer, der Gefahrgut enthielt, auf das benachbarte Gleis. Der Container wurde beschädigt; es lief eine giftige Chemikalie aus.
Der Lokführer des auffahrenden Zuges wurde verletzt in das Südharz Krankenhaus transportiert. Aufgrund der bestehenden Explosionsgefahr ordnete die Einsatzleitung die Räumung der betroffenen Häuser in Bleicherode Ost an. Die Anwohner wurden in Hotels und Pensionen der Stadt untergebracht. Die Stadt Bleicherode richtete ein Bürgertelefon ein, von dem rege Gebrauch gemacht wurde.
Den ca. 150 eingesetzten Feuerwehrangehörigen gelang es, das Feuer zu löschen und die auslaufenden Chemikalien aufzufangen und abzupumpen. Dem entschlossenen Eingreifen der Einsatzkräfte, die unter Einsatz des eigenen Lebens und der eigenen Gesundheit vorgingen, ist es zu verdanken, dass keine größeren Schäden an Menschen und Gebäuden in der Umgebung zu verzeichnen waren.
Aufgrund der ausgelaufenen gefährlichen Flüssigkeiten sind umfangreiche Sanierungsarbeiten im Bereich des Bahnhofes Bleicherode Ost erforderlich, die derzeit im Auftrag der DB Netz AG durchgeführt werden. Trotz der enormen Auswirkungen des Unglückes war es der Bahn möglich, den Zugverkehr eingleisig an der Unfallstelle vorbeizuführen.
Zur Ursache des Unfalles können derzeit noch keine Aussagen gemacht werden. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Die Stadt Bleicherode bedankt sich bei den eingesetzten Kräften, den Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises, der Berufsfeuerwehr Nordhausen, den Werkfeuerwehren der chemischen Industrie, den Mitarbeitern des Fachbereiches Rettungswesen, Brand- und Katastrophenschutz des Landratsamtes Nordhausen, den Rettungsdiensten, den Beamten der Polizeiinspektion Nordhausen sowie der Bundespolizei. Dank auch an die Mitarbeiterinnen des Ordnungsamtes Bleicherode, die Mitarbeiter der AWO und des Heimat- und Fremdenverkehrsverbandes, die für die Verpflegung der über mehrere Tage eingesetzten Einsatzkräfte sorgten, das Hotel "Berliner Hof" und die Pension "Schachtblick" für ihre Unterstützung bei der Unterbringung der Anwohner.
Frank Rostek Bürgermeister
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Explosionsgefahr nach Güterzug-Kollision in Bleicherode Ost
Bleicherode. Im Bahnhof in Bleicherode-Ost sind nach ersten Informationen der Nordhäuser Polizei zwei Güterzüge kollidiert. Ein Güterzug soll dabei in Brand geraten sein. Beide Lokführer sollen verletzt sein, einer ist offenbar noch eingeklemmt. Es besteht extreme Explosionsgefahr, nach Auskunft von Polizeisprecher Thomas Soszynski mussten Anwohner in Bleicherode-Ost ihre Wohnungen verlassen. Ein Großaufgebot an Rettungskräften ist im Einsatz.
Susanne Bernstein / 21.09.11 / TA
Explosion nach Zugunglück in Bleicherode
Wie unsere Zeitung erfuhr, ereignete sich in Bleicherode am Mittwochabend ein schweres Zugunglück. Ein Tankwagenzug ist gegen 21 Uhr im Bereich des Bahnhofes Bleicherode-Ost aus bisher ungeklärter Ursache auf einen stehenden Güterzug aufgefahren. Daraufhin ereignete sich eine Explosion.
Bleicherode. Zwei mit Benzin befüllte Waggons gerieten in Brand. Ein weiterer Kessel löste sich in dem vorausfahrenden Zug vom Fahrgestell und ist auf das Nebengleis gefallen. Es wird vermutet, dass dieser Kessel leck geschlagen ist und ausläuft, sagte ein Polizeisprecher.
Ein Lokführer des auffahrenden Zuges wurde leicht verletzt, der zweite wurde nach über einer Stunde unversehrt aus der Lok gerettet. Bis dato war unklar, ob der Mann in der brennenden Lok überhaupt noch am Leben war. Vor Ort ist ein Großaufgebot von Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis. Augenzeugen berichten von über 100 Einsatzkräften. Die Feuerwehr hat damit begonnen, die brennenden Kesselwagen mit Schaum zu bespritzen und die daneben stehenden zu kühlen. Aufgrund akuter Explosionsgefahr mussten die Anwohner in Bleicherode-Ost evakuiert werden. Ein Teil von ihnen sei bei Verwandten untergekommen, sagte ein Polizeisprecher. Für die übrigen wurden erst einmal beheizte Rettungszelte aufgestellt. Für die Nacht werden Notunterkünfte vorbereitet. Wann die evakuierten Einwohner wieder in ihre Häuser zurückkehren können, war vorerst unklar.
22.09.11 Susanne Bernstein und Kai Mudra / 21.09.11 / tag
Aufräumarbeiten nach Zugunglück in Bleicherode haben begonnen
Im Bahnhof Bleicherode-Ost waren am Mittwochabend fünf Kesselwagen entgleist. Die Bahn will sie am heutigen Freitag bergen. Die Strecke bleibt aber länger gesperrt. Nach dem Zusammenprall zweier Güterzüge in Bleicherode brannten Kesselwagen voller Benzin. Ein Lokführer wurde leicht verletzt. 50 Anwohner wurden evakuiert. Strecke bleibt für mehrere Tage gesperrt. Unglücksursache ist noch unklar.
Bleicherode. "Wir schauten fern, als es zwanzig nach acht plötzlich rumste", sagt Burkhard Köhn. Er wohnt nur 150 Meter hinter dem Bahnhof in Bleicherode-Ost. "Erst dachte ich, ein Lkw ist ins Haus gefahren; aber dieses Geräusch kam ja von der anderen Seite", erzählt seine 58-jährige Frau. Nach einem Blick aus dem Fenster auf riesige Flammen wählte sie die 110.
Ein Gefahrgutzug war auf einen stehenden oder langsam rollenden Zug mit Kesselwagen voller Benzin gefahren. Dabei gingen die letzten beiden Waggons sofort in Flammen auf, auch die Lok des Gefahrgutzugs fing Feuer. Sie glüht binnen weniger Stunden im vorderen Teil vollständig aus. Weil der Lokführer glücklicherweise im hinteren Teil gewesen ist, muss er nur leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Der Lokführer des Kesselwagenzuges erleidet einen Schock.
150 Kameraden der freiwilligen Feuerwehren aus Bleicherode, Niedersachswerfen, Ellrich, Lipprechterode, Obergebra und Niedergebra, von der Nordhäuser Berufsfeuerwehr sowie vom Gefahrgutzug kämpfen gegen das Feuer und gegen die Gefahr von Explosionen. Die Hitze lässt sie anfangs nur langsam an den Unglücksort herankommen. Nach drei Stunden ist der Brand gelöscht, doch erst in den frühen Morgenstunden ist die Gefahr neu aufkommender Brände tatsächlich gebannt. Aus den brennenden Kesselwagen soll ein Teil des Benzins ausgelaufen sein. Doch nicht nur deshalb droht Stunden nach der Kollision eine Umweltkatastrophe.
Durch die Wucht des Aufpralls stürzte ein Behälter des auffahrenden Zugs auf das Nachbargleis. Auch dieser Kessel mit 36 000 Litern eines ätzenden Lösungsmittels schlug leck. Die Feuerwehrleute tun ihr Bestmögliches, um die Chemikalie aufzufangen. Sämtliche Häuser im Umfeld sind verlassen. 50 Anwohner von Bleicherode-Ost sind von der Evakuierung betroffen. Mit nichts als den wichtigsten Ausweisen in einer Gürteltasche und hastig übergezogenen Fleecejacken warten und bangen die Köhns mit einigen anderen stundenlang auf dem Platz gegenüber dem Kaliwerk in einem warmen Bus.
Später können 30 Anwohner die Nacht im "Berliner Hof" oder in der Pension "Schachtblick" verbringen, die anderen kommen bei Verwandten oder Bekannten unter. Die Evakuierung gilt auch gestern denn vor einer Rückkehr der Anwohner sollen das Benzin aus den fünf entgleisten Kesselwagen und die ätzende Chemikalie des abgestürzten Behälters abgepumpt sein.
Am Vormittag kommt es zu Verzögerungen: Der leere Kesselwagenzug darf nicht an die Unglücksstelle fahren, weil die Fußgängerunterführung bis zu 30 Zentimeter mit der Chemikalie vollgelaufen ist, man nicht riskieren will, dass ein Funke der Diesellok eine weitere Katastrophe auslöst. Die Deutsche Bahn wollte bis gestern Abend das Abpumpen erledigt haben, um anschließend bis heute Vormittag die verunglückten Züge bergen zu können. Außerdem steht schon jetzt fest, dass auf einer Länge von 100 Metern verseuchtes Erdreich ausgebaggert werden muss. "In relativ großer Tiefe", deutet die Konzernsprecherin Änne Kliem an.
Erst danach können die Bauarbeiten beginnen: Auf einem halben Kilometer sind 500 Schwellen zu ersetzen, auf 600 Metern sind die Oberleitungen beschädigt. "Der Streckenabschnitt Wolkramshausen-Sollstedt wird mehrere Tage nicht befahrbar sein", sagt Kliem. Pilger nach Etzelsbach, die auf die Bahn angewiesen sind, müssen zwischen Wolkramshausen und Sollstedt Schienenersatzverkehr nutzen. Von 6 bis 24 Uhr garantieren heute zehn Busse einen regelmäßigen Pendelverkehr auf dem 17 Kilometer langen Abschnitt. Zwischen Sollstedt und Leinefelde soll es einen stündlichen Shuttle-Verkehr per Bahn geben. Der Bundespolizei-Sprecher Torsten Henkel betont, dass die Unfallursache völlig unklar ist. Wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt seine Behörde gemeinsam mit dem Eisenbahnbundesamt.
Die Güterzüge gehören laut deutscher Bahn dem Privatunternehmen "Rail4Chem", das sich jedoch zu dem Unglück nicht äußern wollte. Die Weichen am Bahnhof Bleicherode-Ost werden mechanisch umgestellt. Erst 2017 soll der Abschnitt an das elektronische Stellwerk in Leinefelde angeschlossen werden.
Kristin Müller / 23.09.11 / TA
Dank an die beim Bahnunfall am 21.09.2011 eingesetzten Kräfte
Am Mittwoch, dem 21.09.2011, kam es gegen 20.25 Uhr im Bahnhof Bleicherode Ost zu einem folgenschweren Zugunglück. Ein Güterzug fuhr auf einen Zug mit Kesselwagen auf, die Benzin geladen hatten. In Folge der Kollision gerieten zwei Kesselwagen und eine Lokomotive in Brand. Im Bereich der Bahnsteige stürzte ein Tankcontainer, der Gefahrgut enthielt, auf das benachbarte Gleis. Der Container wurde beschädigt; es lief eine giftige Chemikalie aus.
Der Lokführer des auffahrenden Zuges wurde verletzt in das Südharz Krankenhaus transportiert. Aufgrund der bestehenden Explosionsgefahr ordnete die Einsatzleitung die Räumung der betroffenen Häuser in Bleicherode Ost an. Die Anwohner wurden in Hotels und Pensionen der Stadt untergebracht. Die Stadt Bleicherode richtete ein Bürgertelefon ein, von dem rege Gebrauch gemacht wurde.
Den ca. 150 eingesetzten Feuerwehrangehörigen gelang es, das Feuer zu löschen und die auslaufenden Chemikalien aufzufangen und abzupumpen. Dem entschlossenen Eingreifen der Einsatzkräfte, die unter Einsatz des eigenen Lebens und der eigenen Gesundheit vorgingen, ist es zu verdanken, dass keine größeren Schäden an Menschen und Gebäuden in der Umgebung zu verzeichnen waren.
Aufgrund der ausgelaufenen gefährlichen Flüssigkeiten sind umfangreiche Sanierungsarbeiten im Bereich des Bahnhofes Bleicherode Ost erforderlich, die derzeit im Auftrag der DB Netz AG durchgeführt werden. Trotz der enormen Auswirkungen des Unglückes war es der Bahn möglich, den Zugverkehr eingleisig an der Unfallstelle vorbeizuführen.
Zur Ursache des Unfalles können derzeit noch keine Aussagen gemacht werden. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Die Stadt Bleicherode bedankt sich bei den eingesetzten Kräften, den Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises, der Berufsfeuerwehr Nordhausen, den Werkfeuerwehren der chemischen Industrie, den Mitarbeitern des Fachbereiches Rettungswesen, Brand- und Katastrophenschutz des Landratsamtes Nordhausen, den Rettungsdiensten, den Beamten der Polizeiinspektion Nordhausen sowie der Bundespolizei. Dank auch an die Mitarbeiterinnen des Ordnungsamtes Bleicherode, die Mitarbeiter der AWO und des Heimat- und Fremdenverkehrsverbandes, die für die Verpflegung der über mehrere Tage eingesetzten Einsatzkräfte sorgten, das Hotel "Berliner Hof" und die Pension "Schachtblick" für ihre Unterstützung bei der Unterbringung der Anwohner.
Frank Rostek Bürgermeister
Weiterlesen … Explosionsgefahr nach Güterzug-Kollision in Bleicherode Ost
Brennende Autos in Bleicherode
In Bleicherode kam es in der Nacht zum Sonntag zu einer Reihe von Auto-Bränden, die die örtlichen Behörden in Alarmbereitschaft versetzten. Um 1.34 Uhr brannte ein geparkter Polo in der Niedergebraer Straße, gefolgt von einem Brand eines Mercedes S-Klasse in der Frankestraße nur 20 Minuten später. Beide Fahrzeuge wurden durch die Bleicheröder Feuerwehr gelöscht, die mit drei Fahrzeugen und 13 Einsatzkräften vor Ort war.
Zuvor hatte die Bleicheröder Feuerwehr bereits Berichte über einen Brand an einer Tankstelle und auf einem Edeka-Parkplatz erhalten, aber diese meldeten sich als Fehlalarme heraus. Die Obergebraer Wehr wurde ebenfalls alarmiert, konnte jedoch keinen Brand bestätigen.
Die Nordhäuser Polizei geht von Brandstiftung aus und ermittelt in allen vier Fällen, die in der vergangenen Woche und in der besagten Nacht stattfanden. Der entstandene Schaden beläuft sich auf rund 43.000 Euro. Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise zu den Vorfällen geben können. Interessierte sollen sich unter der Telefonnummer (03631) 690 melden.
Die Feuerwehren sind in erhöhter Alarmbereitschaft, da bereits am vorhergehenden Wochenende ähnliche Vorfälle in Bleicherode und Niedergebra gemeldet wurden. Die Polizei hat die beschädigten Fahrzeuge sichergestellt und sie werden nun kriminaltechnisch untersucht.
Brennende Autos in Bleicherode
In Bleicherode kam es in der Nacht zum Sonntag zu einer Reihe von Auto-Bränden, die die örtlichen Behörden in Alarmbereitschaft versetzten. Um 1.34 Uhr brannte ein geparkter Polo in der Niedergebraer Straße, gefolgt von einem Brand eines Mercedes S-Klasse in der Frankestraße nur 20 Minuten später. Beide Fahrzeuge wurden durch die Bleicheröder Feuerwehr gelöscht, die mit drei Fahrzeugen und 13 Einsatzkräften vor Ort war.
Zuvor hatte die Bleicheröder Feuerwehr bereits Berichte über einen Brand an einer Tankstelle und auf einem Edeka-Parkplatz erhalten, aber diese meldeten sich als Fehlalarme heraus. Die Obergebraer Wehr wurde ebenfalls alarmiert, konnte jedoch keinen Brand bestätigen.
Die Nordhäuser Polizei geht von Brandstiftung aus und ermittelt in allen vier Fällen, die in der vergangenen Woche und in der besagten Nacht stattfanden. Der entstandene Schaden beläuft sich auf rund 43.000 Euro. Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise zu den Vorfällen geben können. Interessierte sollen sich unter der Telefonnummer (03631) 690 melden.
Die Feuerwehren sind in erhöhter Alarmbereitschaft, da bereits am vorhergehenden Wochenende ähnliche Vorfälle in Bleicherode und Niedergebra gemeldet wurden. Die Polizei hat die beschädigten Fahrzeuge sichergestellt und sie werden nun kriminaltechnisch untersucht.
Schäden nach Unwetter in Bleicherode
Nach einem heftigen Hagelsturm am Sonntagabend, der den westlichen Landkreis und Nordhausen heimsuchte, waren die Feuerwehren am Montag intensiv im Einsatz. Besonders stark betroffen war Wipperdorf, wo Schlamm- und Wassermassen auf zahlreiche Grundstücke und Bahngleise liefen. In der Bleicheröder Straße hatte der Sturm und der Schlammeinstrom in einigen Garagen zu einem Meter hohen Wasserstand geführt, und auch viele andere Straßen waren von den Unwetterschäden betroffen.
Die Feuerwehren und das Technische Hilfswerk mussten eine Vielzahl von Einsätzen bewältigen, darunter das Entfernen von Schlamm und Wasser aus Kellern, das Freiräumen von Straßen und das Beseitigen von Sturmschäden wie umgefallenen Bäumen und beschädigten Dachziegeln. Insgesamt waren im Landkreis 370 Feuerwehrleute an etwa 150 Einsatzstellen aktiv. In Nordhausen wurden 59 Hilferufe gemeldet, und die Priorität lag auf der Schadensbeseitigung im öffentlichen Verkehrsraum.
Besonders herausfordernd waren die Aufräumarbeiten, da viele Straßen und öffentliche Plätze unter Wasser standen und Bäume entwurzelt wurden. In Bleicherode mussten 21 Einsätze absolviert werden, wobei der Hauptverkehrskreisel der Stadt zeitweise komplett überflutet war. Auch Hagelschäden wie zerstörte Carports wurden registriert.
Bürgermeister und Feuerwehrleiter lobten die umfassende Nachbarschaftshilfe und die schnelle Reaktion der Einsatzkräfte. Trotz der erheblichen Schäden und der anhaltenden Aufräumarbeiten betonten sie, dass niemand bei dem Unwetter zu Schaden gekommen sei. Die Bleicheröder Feuerwehr blieb bis spät in die Nacht aktiv und setzte die Arbeiten am Montagmorgen fort.
Schäden nach Unwetter in Bleicherode
Nach einem heftigen Hagelsturm am Sonntagabend, der den westlichen Landkreis und Nordhausen heimsuchte, waren die Feuerwehren am Montag intensiv im Einsatz. Besonders stark betroffen war Wipperdorf, wo Schlamm- und Wassermassen auf zahlreiche Grundstücke und Bahngleise liefen. In der Bleicheröder Straße hatte der Sturm und der Schlammeinstrom in einigen Garagen zu einem Meter hohen Wasserstand geführt, und auch viele andere Straßen waren von den Unwetterschäden betroffen.
Die Feuerwehren und das Technische Hilfswerk mussten eine Vielzahl von Einsätzen bewältigen, darunter das Entfernen von Schlamm und Wasser aus Kellern, das Freiräumen von Straßen und das Beseitigen von Sturmschäden wie umgefallenen Bäumen und beschädigten Dachziegeln. Insgesamt waren im Landkreis 370 Feuerwehrleute an etwa 150 Einsatzstellen aktiv. In Nordhausen wurden 59 Hilferufe gemeldet, und die Priorität lag auf der Schadensbeseitigung im öffentlichen Verkehrsraum.
Besonders herausfordernd waren die Aufräumarbeiten, da viele Straßen und öffentliche Plätze unter Wasser standen und Bäume entwurzelt wurden. In Bleicherode mussten 21 Einsätze absolviert werden, wobei der Hauptverkehrskreisel der Stadt zeitweise komplett überflutet war. Auch Hagelschäden wie zerstörte Carports wurden registriert.
Bürgermeister und Feuerwehrleiter lobten die umfassende Nachbarschaftshilfe und die schnelle Reaktion der Einsatzkräfte. Trotz der erheblichen Schäden und der anhaltenden Aufräumarbeiten betonten sie, dass niemand bei dem Unwetter zu Schaden gekommen sei. Die Bleicheröder Feuerwehr blieb bis spät in die Nacht aktiv und setzte die Arbeiten am Montagmorgen fort.
Elektrobrand im ALDI
Am Montagmorgen wurde die Bleicheröder Feuerwehr zu einem Discounter in der Nordhäuser Straße gerufen, nachdem es im Lager des Supermarktes zu einem Brand gekommen war. Das Problem stellte sich als defektes und geschmortes Ladegerät einer Putzmaschine heraus, was zu starker Rauchentwicklung führte. Die Feuerwehr war jedoch schnell vor Ort und konnte die Situation rasch unter Kontrolle bringen. Laut Burkhard Keil, dem Ordnungsamtschef von Bleicherode, bestand keine Gefahr für das Personal oder die Kunden. Das defekte Gerät wurde aus dem Lager entfernt, und Ventilatoren wurden eingesetzt, um den Rauch zu vertreiben. Der Supermarkt konnte wie geplant geöffnet bleiben.
Elektrobrand im ALDI
Am Montagmorgen wurde die Bleicheröder Feuerwehr zu einem Discounter in der Nordhäuser Straße gerufen, nachdem es im Lager des Supermarktes zu einem Brand gekommen war. Das Problem stellte sich als defektes und geschmortes Ladegerät einer Putzmaschine heraus, was zu starker Rauchentwicklung führte. Die Feuerwehr war jedoch schnell vor Ort und konnte die Situation rasch unter Kontrolle bringen. Laut Burkhard Keil, dem Ordnungsamtschef von Bleicherode, bestand keine Gefahr für das Personal oder die Kunden. Das defekte Gerät wurde aus dem Lager entfernt, und Ventilatoren wurden eingesetzt, um den Rauch zu vertreiben. Der Supermarkt konnte wie geplant geöffnet bleiben.
Gebäudebrand im Kehmstedter Weg
In Bleicherode kam es am frühen Dienstagmorgen zu einem Brand, der mutmaßlich durch Brandstiftung verursacht wurde. Unbekannte entzündeten den Eingang einer Werkstatt des Horizont-Vereins im Kehmstedter Weg. Die Feuerwehr wurde gegen 4.45 Uhr alarmiert und fand bei ihrem Eintreffen einen bereits in Flammen stehenden Vorbau vor. 26 Feuerwehrleute aus Bleicherode und Obergebra waren etwa eine Stunde lang mit den Löscharbeiten beschäftigt. Die Nordhäuser Polizei beziffert den entstandenen Schaden auf rund 20.000 Euro. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen Brandstiftung aufgenommen.
Gebäudebrand im Kehmstedter Weg
In Bleicherode kam es am frühen Dienstagmorgen zu einem Brand, der mutmaßlich durch Brandstiftung verursacht wurde. Unbekannte entzündeten den Eingang einer Werkstatt des Horizont-Vereins im Kehmstedter Weg. Die Feuerwehr wurde gegen 4.45 Uhr alarmiert und fand bei ihrem Eintreffen einen bereits in Flammen stehenden Vorbau vor. 26 Feuerwehrleute aus Bleicherode und Obergebra waren etwa eine Stunde lang mit den Löscharbeiten beschäftigt. Die Nordhäuser Polizei beziffert den entstandenen Schaden auf rund 20.000 Euro. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen Brandstiftung aufgenommen.